Ein Land, viele Religionen

 

Religion ist in vielen Ländern ein wichtiger Bestandteil ihrer Kultur und auch Japan bildet dabei keine Ausnahme. Die Insel ist bekannt für ihre prächtigen Bauten mit den geschwungenen Giebeldächern und die Disziplin, mit der religiöse Riten vollzogen werden.

Auch in Rumiko Takahashis Manga Inu Yasha wird die japanische Religion durch Personen, Gebäude und Riten gekonnt in Szene gesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Miroku und Kikyō, die ihre Glaubensrichtungen besonders durch ihre Kleidung verraten. Während Kikyō ein rot-weisses Gewand trägt, kleidet sich Miroku in ein lila-schwarzes und hat immer einen Stab dabei.

Die Unterschiede in der Kleidung der beiden hängt vornehmlich damit zusammen, dass in Japan gleich mehrere Religionen vertreten sind. Während Kikyō eine Shinto-Priesterin ist, auch Miko genannt, ist Miroku ein buddhistischer Mönch.

Somit stehen die beiden stellvertretend für die beiden wichtigsten Glaubensrichtungen des Landes: den Shintoismus und den Buddhismus. Obwohl der Buddhismus erst vor einigen Jahrhunderten auf die Insel überschwappte, hat er heute sehr viele Anhänger und steht der weitaus älteren shintoistischen Naturreligion in nichts nach. Allerdings ist es in Japan kein Problem mehreren Glaubensrichtungen anzugehören und so sind die meisten Inselbewohner beides zugleich: Shintoisten und Buddhisten.

Strohhut, Pilgerstab und Gebetskette

In Japan tragen buddhistische Mönche meist ein dunkles Untergewand und darüber ein langes, sehr schlichtes Tuch, welches man auch kesa nennt. In der Art und Farbigkeit sind diese Tücher jedoch sehr verschieden und variieren je nach Rang und Schule des Trägers.

Das Schuhwerk ist recht schlicht und besteht meist aus traditionellen Holz- oder Strohsandalen. Pilgermönche besitzen überdies noch einen Strohhut, welcher vor Regen schützen soll und einen Pilgerstab, der an der Spitze mit Ringen versehen ist. Darüber hinaus verwenden die Mönche des Buddhismus eine Gebetskette, bei der 108 Perlen aufgefädelt sind. Die Perlen sollen an die 108 Leidenschaften erinnern, die den Menschen an das Diesseits binden.

Da Miroku all dies bei sich trägt, lässt er sich eindeutig als buddhistischer Pilgermönch identifizieren. Kikyō hingegen zeichnet sich durch ihre weite, rote Hose und ihr weißes Kimonohemd als Anhängerin einer anderen Religion aus. Dies ist das traditionelle Gewand einer shintoistischen Schreindienerin. Zu ihren Aufgaben gehören u.a. das Abhalten religiöser Zeremonien und die Betreuung und Instandhaltung eines Schreins.

Auch heute noch werden die Riten eingesetzt, um beispielsweise Hochzeiten zu weihen, Kinder zu segnen oder Gebäude einzuweihen.

Send to Kindle




Schreibe einen Kommentar

Bitte beachte unsere Kommentar-Richtlinien.

Es gibt noch keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!


nach oben

Manga Tabellen einbetten

Kopiere den folgenden Code auf deine Webseite um die Manga-Tabelle einzubetten.

Code in die Zwischenablage kopieren Fertig