Entstehung und Geschichte der Manga

Entstehung und Geschichte der MangaSchon im 8. Jahrhundert zeichneten buddhistische Mönche einzelne Bilder und Bildergeschichten über den Alltag, Tiere und das Leben nach dem Tod an Tempelwände und auf Papierrollen, um dem Volk die Religion näher zu bringen und die Überlieferungen für die Nachwelt zu bewahren. Das hatte mit den heutigen Manga allerdings noch nicht viel zu tun.

Auch die Werke des Ukiyo-e-Meisters Katsushika Hokusai (1760-1849), dem die Erfindung des Begriffs Manga (etwa: „zwangloses Bild“) zugeschrieben wird, sind mit Manga im heutigen Sinne noch nicht zu vergleichen. Ukiyo-e („Bilder der fließenden Welt“) sind Holzschnitte, die das Leben des Volkes in der Edo-Zeit (1603-1868) zeigen. Hokusais Werke erfreuten sich großer Beliebtheit beim aufsteigenden Bürgertum, bildeten aber keine zusammenhängende Geschichte.

Am Ende des 19. Jahrhunderts, als sich Japan dem Westen öffnete, wurden verschiedene Satire-Magazine gegründet, in denen auch Manga nach dem Vorbild der westlichen Comics abgedruckt wurden. Diese waren von Anfang an schwarz-weiß und im typischen Stil japanischer Zeichnungen gehalten. Als erster Manga im heutigen Sinne gilt „Tagosakus und Mokubes Besichtigung von Tokio“ (1902) von Kitazawa Rakuten, eine lustige Tour von 2 Landeiern durch die Hauptstadt.

Entstehung und Geschichte der MangaWie alle Medien wurden während des Zweiten Weltkrieges auch Manga zu Propagandazwecken benutzt, doch nach Kriegsende traten viele innovative Zeichner und kleine Verlage in Erscheinung, die den Mangas zu ihrem Siegeszug verhalfen. Der wichtigste Mangaka unter ihnen war der Mann, der heute von Fans „Gott des Manga“ genannt wird: Osamu Tezuka (1928-1989). Eigentlich war Tezuka ausgebildeter Arzt, hängte jedoch 1952 seinen Beruf an den Nagel, um – inspiriert durch die ersten Disney-Filme – die Grundlagen des modernen Manga und Anime zu schaffen. Zuerst hatte auch er nur kurze Mangastrips mit 4 Panels (Yonkoma) für Zeitungen gezeichnet, doch sein Ziel waren Manga in Buchform mit langen Geschichten, wie seine berühmtesten Werke „Astro Boy“ oder „Kimba, der weiße Löwe“, die er später auch als Anime umsetzte.

Die ersten Manga aus dieser Zeit waren im Sinne Disneys an kleinere Kinder gerichtet und dienten ihrer moralischen Erziehung, doch schon Ende der 1950er Jahre zeichneten Mangaka auch ernstere Geschichten für Erwachsene, in denen sie nicht von den vorherrschenden Trends in Stil und Themen eingeschränkt waren. Heutzutage gibt es außer der Zensur expliziter Darstellung von Geschlechtsteilen keinerlei Einschränkung für die Zeichner mehr, sodass jährlich eine Flut von Manga für alle möglichen Zielgruppen zu allen möglichen Themen herausgebracht wird.

Und wie hängt Manga mit Toilettenpapier zusammen?



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