Japans digitale Buchreform

 

Als Technikvorreiter ist Japan auch einer der größten Abnehmer elektronischer Produkte. Mobilfunkgeräte und Tablets sind besonders beliebt. Hinzu kommen zahlreiche Apps und Spiele, deren Entwicklung durch das aufkommende Interesse an Highendgeräten in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

Auch der japanische Buchmarkt musste sich irgendwann der Digitalisierung öffnen und nahm E-books in sein Sortiment auf. Neben Zeitschriften und den klassischen Büchern, durften auch Manga im digitalen Buchsortiment nicht fehlen.

Mittlerweile finden E-books und E-Manga in Japan reißenden Anklang. In den letzten Jahren ist der Markt digitaler Produkte stetig gewachsen und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Durch die starke Abnahme wurde auch die Auswahl an digitalen Manga immer größer sodass man sich heute durch virtuelle Büchereien klicken und nach Herzenslust stöbern kann.

 

Manga als Wegwerfartikel

Ein Grund für die stetige Zunahme des E-Manga Markts könnte darin liegen, dass Manga für ihre Leser in Japan nicht den gleichen Wert haben, wie auf dem europäischen Markt. Während wir hierzulande Manga sammeln, legt man in Japan nicht so großen Wert auf eine vollständige Sammlung. Ähnlich wie eine Zeitung kann es schon einmal sein, dass man ihn in der Bahn liegenlässt, unterwegs entsorgt oder zumindest etwas nachlässiger damit umgeht – Eselsohren, zerknitterte Seiten und Kaffeeflecken nicht ausgeschlossen.

Sich japanische Manga ins Bücherregal zu stellen, macht aber auch wirklich keinen Spaß. Immerhin haben die meisten Manga identische Buchrücken und sind daher nicht besonders schön anzusehen.

Tausche Feder gegen Tastatur

Ebenfalls sehr beliebt sind Magazine, die in regelmäßigen Abständen erscheinen. Es gibt sie für jedes Genre und für alle Altersklassen. Darin wird immer nur ein Kapitel eines Manga abgedruckt und erst im Nachhinein, wenn genügend Kapitel vorhanden sind, erscheinen sie als gebundenes Werk.
Auch bei uns sind Magazine mehr Wegwerfprodukt als Sammlerobjekt und daher in der digitalen Variante gar nicht so verkehrt.

Auch das digitale Veröffentlichen von Geschichten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Sei es durch Blogs, wie in Ema Toyamas An deiner Seite, oder durch Fans, die ihre eigenen Manga zeichnen und ins Netz stellen; das digital publishing erhält immer mehr Zulauf.

E-books und Printmedien ergänzen sich gegenseitig und lassen dem Leser die Wahl, wie er die Abenteuer seiner Helden lesen möchte. Wie gut, dass da jeder seine ganz eigenen Lesegewohnheiten hat.

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