Was sind eigentlich Love Hotels?

 

Romantik mal anders!

Natürlich wissen wir alle, was ein Hotel ist: Übernachtung, Frühstück und mit ein bisschen Glück sogar ein Pool. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter den sogenannten japanischen Love Hotels, um die es auch in unserem neuen Romance-Hit Love Hotel Princess geht? Was auf den ersten Blick vielleicht ein wenig anrüchig erscheinen mag, ist mittlerweile ein elementarer Bestandteil der japanischen Alltagskultur.

Im Gegensatz zu regulären Hotels, sind Love Hotels darauf spezialisiert, Paaren einen möglichst romantischen Aufenthalt mit allen denkbaren Annehmlichkeiten zu bieten. Solche Annehmlichkeiten reichen oft von luxuriös ausgestatteten Zimmern mit Himmelbett, Riesenbad und Whirlpool bis hin zu kompletten Themenzimmern oder ganzen Themenhotels. Ein kitschiges Prinzessinnenbett, eine Kabine auf einem Ozeandampfer oder gar Weltraumoptik – kaum eine erotische Fantasie bleibt unerfüllt.

Die Preise für ein Zimmer in einem Love Hotel können je nach Ausstattung und Einrichtungsthema stark variieren. Zudem unterscheiden sich die Tarife, je nachdem wie lange der Gast im Hotel bleiben möchte. Wer ein Zimmer nur für wenige Stunden bucht, muss natürlich weniger bezahlen als tatsächliche Übernachtungsgäste. Am Vor- und Nachmittag sind die Preise meist besonders geldbeutelfreundlich. Im Vergleich mit herkömmlichen Hotels sind Love Hotels sogar manchmal preiswerter, weswegen auch Einzelgäste hin und wieder dort übernachten.

 

Shibuya_-_Hotel_Sunreon_(love_hotel)_01_(15554736517)

Wer benutzt Love Hotels?

Beliebt sind Love Hotels vor allem bei jungen Leuten, deren Zuhause zu klein, unromantisch oder hellhörig für ausgiebigen Matratzensport ist. Und natürlich bei allen, die nicht alleine wohnen, denn wer bringt schon gerne in Gegenwart seiner Eltern oder Mitbewohner ein Date mit nach Hause? Doch auch bei verheirateten Paaren sind Besuche im Love Hotel keine Seltenheit, denn in Japan gelten die Liebeshotels – die sich in größeren Städten übrigens an allen Ecken und Enden finden lassen – keineswegs als Tabuthema. Um potentielle Peinlichkeiten trotzdem weitgehend zu vermeiden, gibt es in den Hotels in der Regel keine traditionelle Rezeption. Stattdessen werden die Zimmer oft über ein automatisches Bezahlsystem vermietet, oder der Rezeptionist befindet sich hinter einer dunklen Blende, so dass der Blickkontakt zum Gast unmöglich ist.

 

Love_hotel_dsc04908

Techtelmechtel mit Tradition

Vorläufer der Love Hotels existierten bereits während der Edo-Zeit (1603-1868). Damals gab es besondere Teeräume, in denen sich Prostituierte und Freier treffen konnten. Ihren ersten wirklich Boom erlebten die Liebeshotels allerdings 1958, als die Prostitution in Japan verboten wurde, die Hotels aber als legale Alternative galten. Ihr anrüchiges Image verloren sie jedoch erst in den Achtzigerjahren, als viele der Hotels modernisiert und mit verschiedenen Themenzimmern ausgestattet wurden. Zu dieser Zeit kam auch der Großteil der japanischen Bevölkerung zunehmend in Berührung mit Love Hotels. Heutzutage sind sie aus dem täglichen japanischen Leben nicht mehr wegzudenken und ein willkommener Anlaufpunkt für alle, die gemeinsam einige romantische Stunden verbringen möchten.

Send to Kindle




Schreibe einen Kommentar

Bitte beachte unsere Kommentar-Richtlinien.

Es gibt noch keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!


nach oben

Manga Tabellen einbetten

Kopiere den folgenden Code auf deine Webseite um die Manga-Tabelle einzubetten.

Code in die Zwischenablage kopieren Fertig