Museum meets Manga

 

Wallendes Haar und fließende Gewänder, eingerahmt in einem pastellfarbenen Meer aus Blumen – so stellt man sich Engel oder Göttinnen vor. Die zarten Wesen tauchen nicht nur in Kosuke Fujishimas Oh! My Goddess oder CLAMPs Manga Wish auf. Auch zeitgenössische Künstler haben die engelsgleiche Darstellung von Frauengestalten für sich entdeckt.

Alphonse Mucha, ein tschechischer Künstler des 19. Jahrhunderts, bedient sich genau dieser anmutigen Darstellung weiblicher Geschöpfe und setzt sie in seichten Farben gekonnt in Szene. Es scheint fast so, als verschmelzen sie mit dem Hintergrund und wirken dadurch gar surreal. Da ist die Assoziation mit einer Göttin gar nicht mehr fern.

Von japanischer Kunst inspiriert

Ursprünglich von der japanischen Holzschnittkunst beeinflusst, ließen viele Plakatmaler des Jugendstils diese Einfachheit und Zartheit japanischer Kunst in ihre Werke mit einfließen und prägten somit die Kunst der damaligen Zeit.

Muchas Arbeiten zierten u.a. diverse Plakate und bis heute gilt er als einer der herausragendsten Repräsentanten des Jugendstils. Kein Wunder also, dass sich auch zahlreiche Mangaka von seinen Werken haben beeinflussen und dies wiederum in ihre Arbeit einfließen lassen.

Jugendstil trifft Popkultur

Das Bröhan-Museum in Berlin hat eine Ausstellung über Alphonse Mucha und dessen einflussreiche Werke auf die Beine gestellt. In Verbindung mit Muchas Werken, sind übrigens auch Exponate japanischer Mangazeichner zu sehen. So hat sich beispielsweise auch Tsukiji Nao, Mangaka der Hit-Serie Adekan, von Muchas Bildern inspirieren lassen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 2. März geöffnet. Anfang Februar finden zudem Manga-Workshops für Kinder und Jugendliche statt. Ab ins Museum!

Link: http://www.broehan-museum.de/infoseiten/a_mucha.html

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