Das 6-3-3-4 System

 

Betrachtet man das japanische Schulsystem, so sind bereits auf den ersten Blick vereinzelte Unterschiede zu unserem Schulsystem erkennbar. Nicht nur, dass japanische Schülerinnen und Schüler Schuluniformen tragen, sie scheinen auch längere Zeit am Tag in der Schule zu verbringen.

Und auch auf den zweiten Blick wird schnell deutlich, dass das Schulsystem Japans ein wenig anders gestrickt ist. Es wird gemeinhin als das 6-3-3-4 System bezeichnet, was bereits einen Hinweis über die Dauer des Verbleibs an den jeweiligen Schulen gibt.

Nach sechs Jahren an einer Grundschule, folgen die Mittel- und die Oberschule, ehe man an einer Universität aufgenommen wird.

Genau wie bei uns, werden die meisten Schüler mit ca. sechs Jahren in die Grundschule eingeschult. Im Anschluss daran, folgt die Mittelschule. Bereits hier kann man zwischen öffentlichen und privaten Mittelschulen wählen. Für die privaten Schulen muss jeder Schüler jedoch eine Aufnahmeprüfung ablegen.

Es wird ernst
Im Anschluss an die drei jährige Mittelschule, folgen drei Jahre an einer Oberschule. Um auf diese zu gelangen, muss eine Aufnahmeprüfung absolviert werden, weswegen sich die Schüler im letzten Jahr der Mittelschule meist ganz auf diese Prüfung konzentrieren.

Die Oberschule besteht man meist bereits durch regelmäßige Teilnahme. Wer jedoch denkt, man könnte die Hände in den Schoß legen, hat sich geirrt. In der Regel folgt nach der Oberschule das Studium an einer Universität.

Bereits vor der Bewerbung an einer Oberschule sollte man sich im klaren darüber sein, welchen Weg man einschlagen möchte. Das Ausbildungsniveau der Oberschule spiegelt sich nämlich auch in ihrer Aufnahmeprüfung wieder. Je härter also die Prüfung, umso strenger und effektiver die Oberschulen.

Das Image der Universität ist entscheidend
Wer demzufolge eine gute Oberschule besucht, hat bei der späteren Auswahl der Universitäten und bei den Vorbereitungen auf deren Aufnahmeprüfungen, bessere Karten und höhere Chancen, die Prüfung zu bestehen und dort aufgenommen zu werden.
Je besser die Universität ist, desto bessere Chancen hat der Student später einmal bei einer renommierten Firma tätig zu sein. Der Ruf der Universität ist also entscheidend.

Möchte man wiederum keine Hochschule besuchen, wird noch die sog. Fachoberschule angeboten, die nach fünf Jahren abgeschlossen werden kann. Sie folgt auf den Besuch der Mittelschule und dient der Ausbildung von industriellen Berufen.

Auch Shion aus Atsuko Asanos und Hinoki Kinos Erfolgsmanga NO. 6 scheint eine hervorragende Zukunft vor sich zu haben. Er ist ein absoluter Überflieger und gehört zur Bildungselite. Seine harte Arbeit und seine Bemühungen haben sich ausgezahlt und ihm stehen sämtliche Türen offen, später einmal einen gut bezahlten Beruf auszuüben. Wäre da nicht seine Skepsis dem Regierungssystem gegenüber, die ihn letztendlich einen ganz anderen Weg einschlagen lässt…

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