Manga und Toilettenpapier

Manga und ToilettenpapierMehr Papier für Manga als für Toilettenpapier

1987 behauptete „Der Spiegel“ in einem Artikel zum Phänomen Manga, dass Japan mittlerweile mehr Papier für Mangas verbraucht als für Toilettenpapier. Diese Bemerkung war von ihrem „Erfinder“ Frederik Schodt als witziger Vergleich gedacht, wurde aber für bare Münze genommen und hält sich seitdem hartnäckig in den Köpfen der Deutschen.

Wahrscheinlich würde auch jeder, der heute nach Japan fliegt und ein wenig durch Tokyo spaziert, diesen Spruch auf Anhieb glauben. Jeder Kiosk steht voll von Magazinen, doppelt so groß und fünf Mal so dick wie ein normaler Tankōbon. In diesen Magazinen werden die neuen Kapitel von Serien schnellstmöglich auf billigem Papier veröffentlicht, damit die Fans die Geschichten weiter erleben können. Es gibt unzählige solcher Magazine für unterschiedlichste Zielgruppen von Grundschuljungen, über Oberschulmädchen bis zu Geschäftsmännern und Hausfrauen. Steigt man in einen Zug, lesen im eigenen Wagon mindestens 5 Leute ein Magazin. Und ist ein solches Magazin durchgelesen, wird es weggeworfen und der treue Fan kauft sich das nächste, in dem eine Serie veröffentlicht wird, die ihn interessiert.

Manga und ToilettenpapierAlso ist dieser Vergleich mit dem Toilettenpapier gar nicht so weit hergeholt. Schließlich machen Mangas jährlich etwa 40% aller gedruckten Zeitungen, Zeitschriften und Bücher aus. So erscheinen wöchentlich bzw. monatlich dutzende Magazine und dazu noch all die Tankōbons! Von einem der größten Magazine, dem Weekly Shonen Jump, werden wöchentlich in ganz Japan ca. 3 Millionen Exemplare verkauft und auch die Mangasammelbände stehen den Magazinen in nichts nach: Detektiv Conan z.B. verkaufte sich bis 2005 insgesamt 110 Millionen Mal!

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