Manga ABC

 


Abkürzungen: Japaner lieben Abkürzungen! So werden Mangatitel wie Pocket Monster gerne schnell mal zu Pokémon. Das funktioniert auch mit aus dem Englischen übernommenen Wörtern wie Anime (von animation) oder →Cosplay (von costume play), die zuerst der japanischen Aussprache angepasst und dann abgekürzt werden.

Banzai!: (ausgesprochen: bansai) Ein japanischer Ausruf, der Glück bringen soll. Wörtlich heißt banzai „zehntausend Jahre“. Zum Beispiel ruft man einem frisch verheirateten Paar drei Mal hintereinander „Banzai!“ zu und reißt dabei die Hände in die Luft.

Bishōjo und Bishōnen: Japanisch für „hübsches Mädchen“ und „hübscher Junge“. Bishōjo kommen fast in jedem Manga vor, um den männlichen Fans den Kopf zu verdrehen, Bishōnen erfreuen vor allem in →Shōjo-Mangas Auge und Herz der geneigten Leserinnen.

Carlsen: Ein Manga-Verlag in Deutschland, aber wir wollen hier ja keine Schleichwerbung machen *zwinker*

Chibi: japanisch für „klein“, „winzig“, „Knirps“. Stark vereinfachte Zeichnung eines ansonsten erwachsenen Charakters in kindlicher Form, damit dieser süß aussieht. Der ganze Körper schrumpft auf eine seesternähnliche Form und Augen und Mund werden drastisch vereinfacht (vgl. →SD).

Convention: Conventions sind von Fans organisierte Veranstaltungen, bei denen sich Gleichgesinnte treffen und zusammen ihrem Hobby frönen. Die größten Anime- & Manga-Conventions in Deutschland sind die AnimagiC in Bonn (organisiert vom AnimaniA-Team) und die Connichi in Kassel (organisiert vom Animexx e.V.).

Cosplay: (von engl. costume play) Cosplayer verkleiden sich als Manga-, Anime- oder Videospiel-Figuren (siehe auch →Gothic Lolita). Die Kostüme sind meist in mühevoller Kleinarbeit selbst genäht, um den Charakter möglichst originalgetreu abzubilden. Auf Cosplay-Wettbewerben und →Conventions führen Cosplayer oft kurze Szenen auf, in denen sie auch das Verhalten ihrer Charaktere imitieren oder posieren für Fotos in einer dem Charakter entsprechenden Pose.

Daruma: ein japanischer Glücksbringer. Laut der Legende meditierte der buddhistische Mönch Bodhidharma 9 Jahre lang bis er die Erleuchtung fand. Dabei wuchsen ihm die Arme und Beine am Körper fest. Deshalb wird auch die kleine rote Daruma-Figur ohne Arme und Beine dargestellt. Er soll Mut machen und Wünsche erfüllen. Während man an seinen Wunsch denkt, malt man das eine Auge des Daruma aus und wenn der Wunsch in Erfüllung gegangen ist, das zweite. In Japan heißen übrigens Schneemänner Yuki-Daruma.

Dōjinshi:Abkürzung von dōjin zasshi („Zeitschrift für Gleichgesinnte“). Dōjinshi bezeichnen von Fans gezeichnete Mangas, die als Spin-offs zu ihren Lieblingsserien oder als eigenständige Geschichten gelesen werden können. Meist werden sie nur kostenlos übers Internet verbreitet, teilweise direkt an andere Fans verkauft, zum Beispiel auf →Conventions.

Dorama: auch J-Dorama oder J-Drama. Relativ kurze TV-Serien, die oft nach Manga-Vorlagen mit echten Schauspielern gedreht werden. Zum Beispiel existieren Realverfilmungen mit 12 Folgen à ca. 45 Minuten zu Zettai Kareshi, mit 30 bzw. 49 Episoden zu GTO oder Sailor Moon. Außerdem gibt es in Japan oft „Live Action“-Spielfilme zu besonders erfolgreichen Manga-Serien, wie Detektiv Conan, Monster oder Liar Game.

EMA: Der Verlag Egmont Manga in Köln. Hier erscheinen besonders viele romantische Stories zum Dahinschmelzen, spannende Serien zum Mitfiebern und erwachsene Geschichten zum Nachdenken.

Fanfiction: (Abkürzung auch Fanfic, FF) Von Fans geschriebene Geschichten über die Charaktere oder die Welt eines Mangas oder Animes (auch Filme, Bücher, TV-Serien) mit neuer, fortgeführter oder alternativer Handlung. Der Autor borgt sich quasi die Figuren einer Serie aus und lässt sie mit seiner Fantasie Neues erleben. Oft ergeben sich dabei auch neue Pairings und teilweise entwickeln sich ganz eigene Geschichten, deren Charaktere nur noch lose auf der Originalstory beruhen.

Fanservice: Szenen in einem Manga, die nicht die Handlung vorantreiben, sondern dem Leser gefallen sollen (knapp bekleidete →Bishōjo mit großen Brüsten, Froschperspektive auf ihre Höschen, tolle →Bishōnen mit nacktem Oberkörper).

Furigana: Kleine →Hiragana, die als Lesehilfe über →Kanji stehen und deren Aussprache angeben. Denn auch Japaner können sich nun wirklich nicht alle 50.000 Kanji merken! Wenn sie aber wissen, wie man das Wort ausspricht, verstehen sie auch was gemeint ist. Besonders in Mangas für jüngere Leser sind alle Kanji mit Furigana versehen.

Genre (Deutschland): Damit der deutsche Leser auch weiß, was ihn erwartet, sind seit 2009 die Genre aller Verlage einheitlich aufgeteilt und stehen hinten auf den Mangabänden: Action, Boys Love, Comedy, Fantasy/SF, Mystery und Romance.

Genre (Japan): In Japan ist das allein aufgrund der Flut von Mangas sehr viel differenzierter. Zunächst wird meist nach Altersgruppen unterschieden: Kodomo (Kinder), Shōjo (Mädchen 10-18), Shōnen (Jungen 10-18), Josei (Junge Frauen 18-30), Seinen (Junge Männer 18-30). Und dann gibt es natürlich alle möglichen Genres von Magical Girl über →Hentai bis zu →Mecha. Außerdem könnte man noch Love, Action, Horror, BL (für Boys’ Love), Yuri (Girls’ Love), →Yonkoma, Sport, Harem (ein Junge und viele potentielle Freundinnen), Sentai (im Militärbereich) und Kochen aufzählen.

Gothic Lolita bzw. Lolita Fashion: Ein Modestil, der sich an viktorianischer Kleidung des 19. Jahrhunderts orientiert. Lolitas tragen meist süße, knielange Petticoat-Kleider mit Spitze und Rüschen, Plateauschuhe, Kniestrümpfe und Haarschmuck wie Spitzenhäubchen, große Schleifen oder schräg sitzende Mini-Hüte. Als Accessoires dienen oft Sonnenschirme, Fächer oder Plüschtiere. Je nach Stil sind die Outfits in schwarz (Gothic Lolita) oder rosa bis farbenfroh (Sweet Lolita) gehalten. Auch in Deutschland trifft man manchmal auf Lolitas, meistens auf →Conventions (siehe auch →Cosplay).

H: (ausgesprochen: etchi) Dieser Buchstabe steht für „versaut“, „pervers“ (abgeleitet vom japanischen Wort hentai). Etchi und Hentai werden im Westen auch als Genrebezeichnungen verwendet, wobei in Hentai-Mangas klar pornographische Inhalte vorkommen (wie →Yaoi), während in Etchi-Mangas nur softerotische Szenen mit viel →Fanservice auftreten. (Übrigens: Was mögen sich wohl die japanischen Besucher in Deutschland denken beim Anblick der mit „H“ markierten Toilettentüren…)

Hiragana: Japanische Silbenschrift mit 46 Zeichen (plus Variationen). Die Zeichen stehen immer für einen Vokal oder einen Konsonanten plus Vokal. Im Gegensatz zu →Kanji können Hiragana nur auf eine bestimmte Art gelesen werden und werden deshalb auch zur Angabe der Aussprache von Kanji verwendet (siehe →Furigana). Außerdem werden grammatische Elemente (z.B. Passiv, Negation, Akkusativ) in Hiragana und →Onomatopoetika in Hiragana oder →Katakana geschrieben.

Hokusai Katsushika: lebte von 1760 bis 1849 und hat einige der berühmtesten →Ukiyo-e gemalt. Er prägte den Begriff „Manga“ für seine einzelnen „zwanglosen Bilder“, die Szenen aus dem japanischen Alltag darstellen.

Host-Club: Event-Café für weibliche Kunden, die von hübschen männlichen Hosts umsorgt werden. Sie werden stundenweise gemietet, lesen den Kundinnen jeden Wunsch von den Augen ab und machen Komplimente. Auch auf vielen →Conventions in Deutschland gibt es Host-Clubs oder →Maid-Cafés.

Hostess-Club: Event-Café für männliche Kunden, die von hübschen weiblichen Hostessen umsorgt werden. Sie werden stundenweise gemietet, lesen den Kunden jeden Wunsch von den Augen ab und machen Komplimente. Sie geben besonders einsamen Geschäftsmännern das Gefühl, interessant zu sein, indem sie sich mit ihnen unterhalten und sie bewundern.

Japonismus: Einfluss der traditionellen japanischen Künste (siehe →Ukiyo-e) auf westliche Künstler (van Gogh, Monet) Ende des 19. Jahrhunderts. Nach 100 Jahren scheint sich nun eine zweite Japonismus-Welle in der westlichen Populärkultur herauszubilden, mit Manga, Anime, Videospielen, Sudoku, Sushi und in der Mode.

Josei-Manga: Manga für erwachsene Frauen (Kernzielgrupee: 18-30 Jahre). Beliebte Themen sind das Arbeits- und Liebesleben erwachsener Frauen, Geschichten um Haustiere oder ernstere Fantasy- und Mysterystorys wie Karneval oder Adekan.

J-Pop, J-Rock: moderne japanische Pop- bzw. Rock-Musik. Besonders für Anime-Openings und -Endings werden oft J-Pop- und J-Rock-Songs benutzt. Berühmte J-Pop-Sängerinnen sind Utada Hikaru, Hamasaki Ayumi oder YUI. Berühmte J-Rock-Bands sind z.B. Dir en Grey, L’Arc~en~Ciel oder Asian Kung-Fu Generation.

K-Pop: moderne koreanische Pop-Musik. K-Pop-Bands entstehen oft über Castings und werden von großen Firmen wie Samsung gesponsort. Berühmteste Girlgroup ist Girls‘ Generation (auch SNSD), die bekannteste Boyband Super Junior mit je 9 Mitgliedern. PSY hatte mit „Gangnam Style“ einen weltweiten Hit, der u.a. für die steigende Popularität von K-Pop im Westen sorgte.

Kanji: Von den Japanern vor fast 2000 Jahren aus China importierte Bildschriftzeichen, bei denen jedes Zeichen Bedeutung trägt und als Nomen, Verb (ohne Zeiten, Negation, siehe →Hiragana) etc. verwendet wird. Kombiniert man mehrere Zeichen, kommen dabei schon mal Zungenbrecher wie Tōkyō-tokkyo-kyoka-kyoku-kyokuchō heraus („Der Bürovorsteher des Tokyoter Patentvergabebüros“). Schon Kindergartenkinder lernen einfache Kanji und bis zur Oberschule müssen Schüler etwa 2000 Zeichen lesen und schreiben können, auf die sich auch die meisten Zeitungen beschränken. Die angeblich 50.000 existierenden Kanji kann sich sowieso wohl niemand merken. Aber ganz abschaffen kann man sie auch nicht, da es im Japanischen viele homophone, d.h. gleich ausgesprochene Wörter gibt, wie z.B. kami (Papier), kami (Haar) und kami (Gott). Diese lassen sich nur mit Hilfe der Kanji unterscheiden.

Kanpai: (ausgesprochen: kampai) „Prost“ auf Japanisch.

Katakana: Japanische Silbenschrift mit 46 Zeichen (plus Variationen). Ausländische Namen, Fremdwörter und auch viele →Onomatopoetika werden in Katakana geschrieben. Als Soundwords sind Katakana in Mangapanels meist integrierter Bestandteil der Bilder und werden nicht retuschiert.

Kawaii: japanisch für „süß“, „niedlich“. Japaner lieben kawaii! Süße Mädchen, niedliche Haustiere und putzige Maskottchen, die in Japan fast jede Firma, jede Bank, jede Baustelle und jede Präfektur hat, können als kawaii bezeichnet werden, ohne dass sich ein Erwachsener dafür schämen muss. Japanische Mädchen ziehen sich oft extra niedlich an und verhalten sich kindlich, um als kawaii zu gelten und so den Jungs zu gefallen.

Kazé: Ein Manga-Verlag in Deutschland, aber wir wollen hier ja keine Schleichwerbung machen *zwinker*

Koibito: japanisch für „Geliebter“. Mangafans bezeichnen ihren Freund / ihre Freundin gern als ihren Koibito. Die Abkürzung Koi macht allerdings wenig Sinn. Das ist der berühmte japanische Karpfen und so möchte wohl niemand von seinem Geliebten genannt werden…

Maid-Café: Cafés, in denen die Gäste von Maids bedient werden. Die Dienstmädchen lesen den meist männlichen Besuchern jeden Wunsch von den Augen ab und nennen sie Goshujin-sama („Gebieter“). Auch auf vielen →Conventions in Deutschland gibt es Maid-Cafés oder →Host-Clubs.

Mangaka: japanisch für „Manga-Zeichner“. In Japan müssen angehende Mangaka erst einmal einige Jahre als Assistenten erfolgreicher Zeichner arbeiten und Hintergründe machen oder rastern. Wer in Deutschland professioneller Mangaka werden will, nimmt am besten an einem Zeichenwettbewerb teil und belegt einen der ersten Plätze. Reich werden kann man damit allerdings weder in Japan noch in Deutschland, es sei denn man ist Gosho Aoyama, der Mangaka von Detektiv Conan. Der hat dafür aber auch keine ruhige Minute mehr, denn er muss jeden Tag Geschichten erfinden, skizzieren, zeichnen, tuschen usw. usf. und nebenbei noch in Japan und der Welt herumreisen (z.B. 2006 nach Deutschland zu EMA auf den Comicsalon Erlangen).

Manga-Kissa: (von Manga-kissaten  “Manga-Café“) Ein stundenweise zu bezahlendes Café. Es gibt neben Getränken, Manga zu lesen, DVDs zu schauen oder Spiele zu zocken.

Mecha: von Altgriechisch mechos über Englisch mechanical zu Japanisch mecha (sprich mecka). Bezeichnet in Science-Fiction-Mangas vorkommende Roboter mit (menschlichem) Piloten, die meist als Kampfmaschinen benutzt werden. Z.B. kommen Mechas in Sakura Wars, Voices of a distant star und Knights of Sidonia vor.

Moe: (meist seufzend und augenverdrehend mooäh ausgesprochen) Moe ist eine Art Liebe. Der männliche Otaku seufzt dieses Wort oft vor sich hin, wenn er süße, weibliche Anime-, Manga- oder Game-Charaktere betrachtet. Neuerdings wird der Begriff auch gern in Mädchenmangas verwendet, wo weibliche Otakus auf Mangajungs stehen (siehe Moe Kare, wo Hikaru regelmäßig Nasenbluten bekommt beim Anblick ihrer beiden Auserwählten). Moe kann auch synonym für den Ausruf Kawaii! verwendet werden.

Onomatopoetika: griechisch für „lautmalerische Wörter“. Japaner lieben ihre Onomatopoetika! Und zur Verwunderung der Fremdsprachenlerner gibt es nicht nur Wörter, die tatsächlich ein Geräusch darstellen sollen (z.B. wan für bellen, dokidoki für Herzklopfen, shiin für absolute Stille), sondern auch Wörter für Zustände (z.B. kirakira für Glitzern, perapera für fließend Sprechen, nikoniko für Lächeln, mechakucha für unordentlich). Und das soll man sich alles merken können!

Onsen: japanische heiße Quelle bzw. Badehaus mit einer echten oder künstlichen heißen Quelle. Japan hat eine ausgeprägte Badekultur. Besonders die Etiquette im Onsen ist sehr wichtig. Die für Frauen und Männer getrennten Bäder werden nackt mit einem Handtuch betreten. Zuerst wäscht man sich gründlich Körper und Haare und steigt danach in das heiße Bad, um dort zu entspannen. Nach einem kalten abduschen und erneutem Waschen, kann man ruhig noch mal in der heißen Quelle ausspannen und den Alltag vergessen.

Otaku: bedeutet „extremer Fan“, ähnlich Nerd oder Geek. Während sich in Deutschland viele Mangafans selbst als Otaku bezeichnen, ist der Begriff in Japan sehr negativ besetzt und meint weltfremde Fans von Manga, Anime, Computerspielen oder auch Modellbausätzen oder Kriegssimulationen, die bis zur Obsession Zeit und Geld in ihr Hobby stecken und das Haus (sehr höflich: Otaku) kaum mehr verlassen. Otaku ist außerdem eine besonders steife, förmliche Anrede, die von den (im zwischenmenschlichen Umgang meist unsicheren) Fans oft benutzt wurde.

Panel: Bezeichnung für die Kästchen auf einer Mangaseite, die die einzelnen Szenen voneinander trennen. In Mangas ist die Panelaufteilung oft sehr viel lockerer als im Comic mit klaren rechteckigen Kästchen. In Mangas sind die Panels oft schief, um Dynamik darzustellen oder die Charaktere brechen gerne mal durch die Panelbegrenzungen hindurch.

SD:Abkürzung für „super deformed“. Eine stark karikierte Darstellung von ansonsten eher realistisch gezeichneten Manga-Figuren in lustigen Szenen, um den komischen Effekt zu verstärken. Z.B. haben die Charaktere einen Mund, der größer ist als ihr Kopf etc. (vgl. →Chibi).

Seinen-Manga: Manga für erwachsene Männer (Kernzielgruppe: 18-30 Jahre). Beliebt sind realistische Fantasy- und Mysterystorys wie Blade of the Immortal oder Liar Game.

Shōjo-Manga: Manga für Mädchen (Kernzielgruppe: 10-18 Jahre). Beliebt sind romantische Geschichten in einem Schul- oder Fantasysetting mit besonderem Fokus auf die Beziehungen der Charaktere wie xx me! oder Black Bird. Auch Magical Girls sind immer wieder Thema in Shōjo-Mangas wie Sailor Moon oder Shugo Chara!

Shōnen-Manga: Manga für Jungen (Kernzielgruppe: 10-18 Jahre). Beliebt sind actionreiche und lustige Geschichten wie Code:Breaker oder Mirai Nikki. Auch Detektiv Conan ist ein typischer Shōnen-Manga.

Shōnen-Ai: („Jungen-Liebe“) westliche Genrebezeichnung für romantische Boys-Love-Titel, im Gegensatz zu →Yaoi.

Suffixe: z.B. -chan, -kun, -san, -senpai, -sensei, -sama (von vertraut nach förmlich-distanziert). -chan wird nur gegenüber Kindern und eng befreundeten Mädchen benutzt bzw. an Spitznamen angehängt. -kun wird eher an den Nachnamen angehängt und für männliche, gleichaltrige oder jüngere Mitschüler benutzt. Der Nachname mit -san ist die gebräuchliche Anrede unter Erwachsenen und für weibliche Mitschüler, die man nicht gut kennt. -senpai wird entweder an den Nachnamen eines älteren Mitschülers gehängt oder allein verwendet. Ebenso wird -sensei alleinstehend für eine respektierte Person wie einen Lehrer, Arzt, Mangaka verwendet oder an den Nachnamen angehängt. -sama wird nur gegenüber außerordentlichen Respektspersonen wie Kunden oder Gottheiten benutzt. Wird man mit seinem Vornamen ohne Suffix angesprochen, bedeutet das große Intimität oder grobe Unhöflichkeit. Bezeichnet man sich selbst mit -sama (ore-sama) zeugt das von überdimensioniertem Selbstbewusstsein und Arroganz.

Tankōbon: In Japan erscheinen die meisten Serien erst kapitelweise in Magazinen und werden danach in Sammelbänden, sogenannten Tankōbon herausgebracht. Diese entsprechen den hierzulande erscheinenden Mangabänden.

Tokyopop: Ein Manga-Verlag in Deutschland, aber wir wollen hier ja keine Schleichwerbung machen *zwinker*

Tsundere: (Zusammensetzung aus tsuntsun „ungesellig, griesgrämig“ und deredere „flirtend, verliebt“) Beschreibt einen Charaktertyp in Mangas und Animes. Ein Mädchen, das zickig und streitsüchtig ist, schnell ausrastet und gerne auch handgreiflich wird, aber in bestimmten Situationen zurückhaltend und liebenswert ist. Bekannte Tsundere-Charaktere: Shana aus Shakugan no Shana, Taiga aus Toradora!, Naru aus Love Hina.

Ukiyo-e: („Bilder aus der fließenden Welt“) Farbholzschnitte, deren Thema meist das alltägliche Leben und seine Freuden waren. In der Edo-Zeit (1603-1868), als das neue Bürgertum und sein Lebensstil die Städte eroberte, wurde das Diesseits (nicht mehr das Leben nach dem Tod) und die Unterhaltungskultur von den Kaufleuten und Handwerken als Lohn für ihre Mühen angesehen und hielt so auch in die Kunst dieser Zeit Einzug. Als Verpackungsmaterial von Teekisten gelangten die ersten Ukiyo-e in den Westen und wurden so von europäischen Künstlern entdeckt (siehe →Japonismus). Ukiyo-e gelten als erste Vorläufer der heutigen Mangas.

Yaoi: Akronym für Yama nashi, ochi nashi, imi nashi „ohne (erzählerischen) Höhepunkt, ohne Pointe, ohne Sinn“. Von Fans auch gerne umgedeutet in Yamete, oshiri ga itai „Stop, mein Po tut weh“. Bezeichnet im Westen explizit pornographische Mangas mit männlichen Protagonisten, im Gegensatz zu →Shōnen-Ai, das eher die romantische Komponente betont.

Yonkoma-Manga: „Vier-Bilder-Comics“, die oft in Zeitungen erscheinen und eine witzige Karikatur einer Alltagssituation darstellen. Yonkoma werden oft auch am Ende eines Mangabandes eingefügt und zeigen die Charaktere in lustigen Situationen.

 

Für alle weiteren Fragen, schaut doch mal hier: http://www.animania.de/wikimania.html oder schreibt uns eine E-Mail an info_manganet_de!

Send to Kindle




Schreibe einen Kommentar

Bitte beachte unsere Kommentar-Richtlinien.


nach oben

Manga Tabellen einbetten

Kopiere den folgenden Code auf deine Webseite um die Manga-Tabelle einzubetten.

Code in die Zwischenablage kopieren Fertig